TEA & MORE
Teelexikon

Assam

Um 1820 wurden in der Provinz Assam im Norden Indiens wildwachsende Teebüsche entdeckt. Der Fund galt damals als Sensation, war man doch bis jetzt der Meinung gewesen, die Teepflanze stamme ausschließlich aus China und Japan. Die robuste und großblättrige Pflanze der Gattung „thea assamica“ wurde nun mühsam kultiviert, denn das feucht-heiße Klima entlang des Flusses Brahmaputra im unwegsamen Dschungel erschwerte die Urbanisierung enorm.
Heute zählt Assam zu den größten zusammenhängenden Tee-Anbaugebieten der Welt. Das Treibhausklima mit seinen Temperaturen über 35°C und den heftigen Regenfällen läßt den Tee schnell wachsen. Da liegt es auf der Hand, dass die Erträge des großen Assam-Teeblattes größer sind als in Darjeeling, wo nur mühsam an den steilen Hängen geerntet werden kann.
Assam-Tees sind kräftig-malzig im Geschmack und sehr ergiebig. Sie bieten eine hervorragende Basis für zahllose Mischungen, z.B. für den be­rühmten Ostfriesentee. In der Provinz Assam werden schwerpunktmäßig schwarze Tees produziert.

Autumnal

Autumnal bezeichnet die Ernteperiode im Herbst nach dem Sommermonsun bis hin zur Winterpause im November. Diese Ernte beschert uns hocharomatische etwas mildere Tees mit bernsteinfarbener Tasse.

Bancha

Bancha (von jap. ban =gewöhnlich und cha =Tee) ist ein Grüner Tee aus Japan. Er ähnelt dem Sencha, gilt wie dieser als einfacher Alltagstee, ist allerdings qualitativ unter diesem angesiedelt. Bancha besteht aus den Blättern, die nach der Pflückung des Senchas neu nachkommen. Er wird im Juni und August gepflückt. Bancha zeichnet sich durch einen niedrigen Koffeingehalt aus, weshalb er den ganzen Tag und auch von Kindern getrunken werden kann, ist jedoch reich an Gerbstoffen. Eisen und Kalzium sind ebenfalls enthalten. Er besteht aus großen, zusammengerollten und im Schatten aufgewachsenen Blättern.

BOP

BOP (Broken Orange Pekoe) steht für ein gut gearbeitetes Blatt mit einigen Tips mit gebrochenen Blättern. Kräftig und herb im Abguß.

Ceylon

Ceylon bezeichnet die Teeanbaugebiete von Sri Lanka, nach Indien und China das drittgrößte Teeanbauland. Tees aus Ceylon bieten ein breites Spektrum unterschiedlicher Geschmacksrichtungen. Angenehm herbe, hochwertige Tees aus dem südöstlichen UVA Distrikt sowie hocharomatische und goldgelb abgießende Tees aus den bis zu 2.000 Meter hohen Bergen.

Chai

Vorwiegend wird Chai als Bezeichnung für einen süßen Gewürztee aus Indien verwendet, der eine Mischung von Tee, Milch und Gewürzen (vor allem Kardamom) ist. Es gibt kein festes Rezept oder Zubereitungsmethode für Chai, viele indische Familien haben ihr eigenes gehütetes Rezept für den Tee.

CTC BP

CTC steht für Crush, Tear, Curl, ein beschleunigtes industrielles Herstellungsverfahren für Schwarztees.
BP steht für Broken Pekoe, braunschwarzer, schwerer, gebrochener und kleinblättriger aber hocharomatischer Tee mit dunklem Abguss.

Darjeeling

Darjeeling ist ein Teeanbaugebiet in den Hochlagen Indiens. An den Südhängen des Himalaya Gebirges werden in Höhen von bis zu 2.500 Metern die edelsten Teesorten der Welt angebaut. Viele Niederschläge und die kühle Höhenlage verleihen dem Tee den einzigartigen Geschmack.
Die Region um die indische Stadt Darjiling (engl.: Darjeeling) ist das Zentrum des bengalischen Teeanbaus; sie war auch Ausgangspunkt einer Karawanenstraße nach Tibet und ist auch heute noch vor allem für sehr hochwertigen Tee bekannt.

Earl Grey

Earl Grey ist eine Teemischung, die mit dem feinen, duftig-bitteren Öl der Bergamotte leicht aromatisiert wurde.
Der Tee wurde nach dem Earl Charles Grey benannt (1764–1845). Dieser hob 1833 als britischer Premierminister das Preismonopol der East India Company im Teehandel mit China auf.
Die Legende besagt, dass bei einem Sturm auf der Überfahrt die Ladung stark durcheinander geschleudert wurde und sich Bergamotteöl auf die Teeballen ergoss. Lord Grey ließ sich bei der Ankunft des Schiffes in London die Schäden zeigen und beschloss, zuerst den Tee zu probieren und dann zu entscheiden, ob die Ladung vernichtet werden müsse. Der Tee kam bei Freunden und Bekannten jedoch so gut an, dass der Earl beschloss, den „aromatisierten“ Tee in den Handel zu bringen.
Eine Variante des Earl Grey mit Orangen- und Zitronenschalen sowie natürlichem Zitronenaroma wird als Lady Grey bezeichnet.

Fermentation

Fermentation bezeichnet das Aufschließen und Oxidieren der Teeblätter durch Erwärmung.

First Flush

First Flush bezeichnet die erste Ernteperiode im Frühling. Traditionell werden hier nur zwei Blätter und eine Blüte geerntet.
Der junge Tee hat einen meist hellen, aber sehr aromatischer Aufguss und enthält viel Teein.

Flugtee

Flugtee bezeichnet Tee der frisch aus den Anbauregionen eingeflogen wird. Somit ist der Tee schon kurze Zeit nach der Ernte (ab Anfang April) in Europa erhällich. Durch die schnelle Versendung entstehen keine Qualitätseinbußen durch die für Asien typische hohe Luftfeuchtigkeit. Flugtee ist ein Highlight für jeden Darjeelingliebhaber. Flugtee ist nur so lange erhälltlich, bis die erste Ernte ausverkauft ist.

FOP

FOP (Flowery Orange Pekoe) bezeichnet den Grad indischer Blatt-Tees mit zarten und feinen im Aufblühen begriffenen Blattanteilen.

Formosa

Formosa bezeichnet die Teeanbaugebiete auf der Insel Taiwan. Im 17. Jahrhundert war Taiwan geraume Zeit in niederländischer Hand und trug den Namen Niederländisch Formosa. In der Hochlandebene des Taiwanesischen Gebirges werden hochwertige Tees mit blumig, würzigem Geschmack angebaut.

FTGFOP1

FTGFOP1 (Finest Tippy Golden Flowery Orange Pekoe 1) ist die Klassifizierung der Blattqualität und wird hauptsächlich für Darjeeling-, teilweise auch Assam-Tees verwendet. Sie bezeichnet den feinsten Blattgrad und eine gleichmäßige Sortierung mit vielen Blattspitzen.

Gelber Tee

Gelber Tee wird erst seit kurzem nach Deutschland exportiert. Er ist zwischen Grüntee und Oolongtee einzuordnen. Zur Herstellung werden nur die obersten jungen Triebe verwendet. Im Unterschied zum Grüntee aber werden sie nach dem Erhitzen nicht sofort verarbeitet, sondern ruhen gelassen, verpackt in Stoff oder Papier. Erst dann werden sie mehrfach getrocknet. Dabei wird gelber Tee leicht anfermentiert.
Gelber Tee beruht auf einer langen Tradition in China. Anbau, Ernte und Produktion liegen auch heute noch überwiegend in den Händen von Mönchen, die aus ihrer Überlieferung viel Wissen und Geschick einbringen. Die genaue Produktionsweise wird geheim gehalten. Die verfügbaren Mengen sind gering.

Genmaicha

Genmaicha ist eine japanische Grüntee-Zubereitung, die geröstete und teilweise gepoppte Reiskörner enthält. Der Tee erhält dadurch ein leicht malziges Röstaroma.
Laut Überlieferung entstand Genmaicha zufällig während des 15. Jahrhunderts. Ein unachtsamer Diener soll bei der Fermentation schlampig gearbeitet und den Tee mit einigen Reiskörnern vermischt zu lange erhitzt haben; sein Herr, ein Samurai, soll darob derart erzürnt gewesen sein, dass er ihn köpfte, um kurz darauf beschämt festzustellen, dass dieser neue Tee einen angenehmen Geschmack besitzt.

Grüner Tee

Grüner Tee bezeichnet eine traditionelle Herstellungsmethode für Tee. Die Teeblätter werden nicht wie bei schwarzem Tee fermentiert. Wegen der abwechenden Verarbeitung werden für grünen Tee eher die Blätter von Camellia sinensis bevorzugt, da die kleinblättrige, zartere Sorte sich besser eignet. Grüner Tee unterscheidet sich von Schwarzem Tee auch in der Zubereitung, im Geschmack, den Inhaltsstoffen und Wirkungen des Aufgusses.
Nach dem Welken der frisch gepflückten Blätter verhindert ein kurzes Erhitzen, Rösten oder Dämpfen der Teeblätter die Fermentation. Aus diesem Grund bleiben nahezu alle im frischen Blatt enthaltenen Wirkstoffe erhalten. Die Umwandlung der Inhalte u. a. in Aromastoffe ist unterbunden.

Gyokuro

Gyokuro (edler Tautropfen) gilt als der hochwertigste japanische Grüne Tee. Durch sein spezielles Anbauverfahren als Schattentee ist der edle Geschmack ausgesprochen aromatisch und mild. In Japan verwendet man diesen Tee häufig zu besonderen Anlässen, um seinen Gästen eine besondere Ehre zu erweisen.
Echter Gyokuro wächst ausschließlich im Anbaugebiet Uji in der Nähe von Kyōto. Die Pflanzen werden von Netzen (Kabuse) bzw. Bambus- oder Schilfmatten abgedeckt, sobald sie Ende April anfangen aufzugehen. So bilden sich weniger Gerb- und Bitterstoffe als etwa beim Sencha und die Blätter haben einen sehr hohen Chlorophyll-Gehalt, was maßgeblich zum Geschmack des Tees beiträgt. Nur die zartesten und weichsten Blätter werden schließlich für den Gyokuro verwendet.

Matcha

Matcha ist ein zu feinstem Pulver vermahlener Grüntee, der in der japanischen Teezeremonie verwendet wird. Er hat eine intensive, grüne Farbe, schmeckt leicht herb und enthält viel Katechine, Karotin sowie die Vitamine A,B,C,E. Der für Matcha vorgesehene Grüntee wird von Teesträuchern geerntet, die in der Regel vier Wochen vor der Ernte beschattet werden. Dadurch entsteht ein extrem delikates, dunkelgrünes Blatt, das außergewöhnlich reich an natürlichen Aminosäuren ist. Matcha hat einen lieblichen, süßlichen Geschmack. Nach der Ernte werden die Teeblätter gedämpft und getrocknet, und anschließend in Steinmühlen zu feinem Pulver gemahlen. Um rund 30 Gramm Matcha-Pulver zu produzieren benötigen die traditionellen Granitsteinmühlen eine Stunde.
Noch entscheidender als bei normalem grünen (Blatt-)Tee ist es, dass Matcha möglichst frisch verbraucht wird. Üblicherweise wird Matcha nach dem Öffnen der vakuumverpackten Döschen im Kühlschrank oder Eisschrank aufbewahrt, damit die Frische für einige Wochen erhalten bleibt.

Oolong

Oolong bezeichnet eine traditionelle chinesische halbfermentierte Teesorte mit einer Oxidationszeit zwischen grünem und schwarzem Tee. Für den Oolong-Tee müssen die Teeblätter zunächst nach dem Pflücken in der Sonne zu welken beginnen. Danach werden sie in einem Raum zum Ruhen gelagert. Anschließend findet die Oxidation statt wobei die Blätter immer wieder leicht gerieben und geschüttelt werden, so dass der austretende Saft mit dem Sauerstoff der Luft reagiert.
Oolong bedeutet „Schwarzer Drache“ oder „Schwarze Schlange“. Einer Legende zufolge wurde der Inhaber einer Teeplantage bei der Ernte von einer schwarzen Schlange erschreckt. Als er sich vorsichtig einige Tage später zurücktraute, waren die Blätter in der Sonne oxidiert und ergaben ein herrliches Getränk.
Oolong-Tee enthält mehr Teein als Grüner Tee, aber weniger als Schwarzer Tee. Oolong hat meist ein wohlriechend, blumiges Aroma.

OP

OP (Orange Pekoe) bezeichnet den Standard-Ceylon-Tee. Zum Teil langes, drahtiges Blatt. Orange steht für die königliche Qualität des ganzen, großen Teeblatts, nach dem niederländischen Königshaus Oranien benannt.

Pu-Erh-Tee

Pu-Erh-Tee wird wie grüner und schwarzer Tee vom Teestrauch (Camellia sinensis) gewonnen, genauer gesagt von einer Unterart, die Qingmao genannt wird. Der Qingmao-Teebaum wird größer als die normale Camellia-Sinensis-Pflanze und gilt als eine der Ursprungsformen des Tees. Diese Pflanzen stammen aus der Stadt Pu'er in der chinesischen Provinz Yunnan. Der Tee wird dort seit etwa 1.700 Jahren hergestellt.
Pu-Erh-Tee durchläuft einen speziellen Reifungsprozess, wodurch er seine dunkle, rötliche Farbe und den kräftigen, erdigen Geschmack erhält (auch roter Tee genannt).  Ein Pu Erh Tee ist zuerst ein Grüntee, der nicht fermentiert wurde. Er wird gedämpft und zu Fladen-, Ziegel- oder Kugelform gepresst, dann trocken gelagert und gereift. Die Reifungsdauer beträgt mindestens fünf Jahre. Im Gegensatz zu den meisten Grüntees und Schwarztees gewinnt Pu-Erh-Tee durch Alterung an Qualität und Geschmack. Qualitativ hochwertiger Pu-Erh kann, mehrfach aufgegossen werden.
Dem Tee wird eine Wirkung als Fatburner nachgesagt wie auch die Fähigkeit, den Cholesterinspiegel zu senken. Ein wissenschaftlicher Nachweis dafür wurde bis jetzt aber nicht erbracht.

Rotbusch

Rotbusch (auch Rooibos) ist eine Pflanzenart aus Südafrika. Seit Anfang der 1990er Jahre ist sie als alternative Teesorte in Deutschland populär geworden. Zur Zeit bauen etwa 300 Farmer in Südafrika Rotbusch an. Die Pflanze wird weltweit ausschließlich im Gebiet der Cederberg Mountains (Zederberge) etwa 200 km nördlich von Kapstadt, rund um die Städte Clanwilliam und Citrusdal angebaut. Der Tee wird in 140 Länder exportiert.
Die Ernte der Rotbuschzweige erfolgt in der Wachstumsruhephase des Strauches vom Sommer bis zum Frühherbst. Begünstigt durch das warme Klima überlässt man die Pflanzen einer 8-24-stündigen Fermentation. Der Rotbuschtee erhält dadurch auch seine rotbraune Farbe und sein fruchtiges Aroma.
Rooibostee enthält im Gegensatz zu schwarzem oder grünem Tee kein Koffein und wenig Gerbstoffe, wodurch eventuelle negative Folgen wie bitterer Geschmack, Dehydratation oder Schlaflosigkeit nicht auftreten.
Ideal für Kinder und Schwangere.

Samowar

Ein Samowar ist eine ursprünglich russische Teemaschine, die aus einem mit Holzkohle, Petroleum oder auch elektrisch beheizten (kupfernen) Kessel besteht und einen Ablasshahn besitzt. Erste schriftliche Erwähnungen des Samowars finden sich in den 1730er Jahren. Der klassische russische Samowar wird vorwiegend in der Stadt Tula hergestellt. Auch in der Türkei, im Iran und in Zentralasien ist diese Art des Teekochens verbreitet.
Der Samowar selbst ist ein sehr großer, oft kunstvoll verzierter Wasserkocher. Der eigentliche Tee (meist indischer Schwarztee) wird in einer kleinen Kanne als Konzentrat hergestellt, das heißt, man nimmt eine große Menge an Teeblättern bei relativ wenig Wasser. Den trinkbaren Tee erhält man, indem man eine kleine Menge Teekonzentrat mit dem heißen Wasser aus dem Samowar verdünnt.

Schwarzer Tee

Schwarzer Tee bezeichnet eine der traditionellen Herstellungsarten für Tee. Zur Herstellung werden nach der Ernte die Teeblätter in Weidenkörben geschüttelt. Durch die Verbindung des Sauerstoffes in der Luft mit den Zellsäften des Blattes wird die geschmackliche Veränderung bewirkt. Nach der sogenannten Fermentation wird das Blattgut 20 Minuten lang bei 85 Grad in einem Heißlufttrockner behandelt. Der Tee verliert seine Feuchtigkeit bis auf 6 Prozent und erhält seine bekannte dunkle Farbe.

Second Flush

Second Flush bezeichnet die zweite Ernteperiode im Sommer (Juli/August). Die Sommerernte ist der Höhepunkt im Erntejahr. Kräftige Sonneneinstrahlung hat dem Tee mehr Kraft und Aroma verliehen. Klassisches Merkmal sind ein dunkelbraunes bis schwarzes Blatt mit goldenen Tipps und eine bernsteinfarbene Tasse mit aromatisch würzigem Geschmack.

Sencha

Sencha ist ein japanischer Grüner Tee, dessen besondere Eigenschaft ein markanter und frischer Geschmack ist und der über sehr gleichförmige, smaragdfarbene Blätter verfügt. Typisch für japanische Grüntees ist, dass sie mit heißem Dampf behandelt werden, um die Fermentation zu unterbinden, nachdem sie mit heißer Luft vorgetrocknet wurden.
Über drei Viertel des in japanischen Teegärten angebauten Tees ist Sencha. Sencha stammt von offenen Feldern, die volles Sonnenlicht erhalten. Er unterscheidet sich dadurch von anderen Teesorten, wie z. B. Gyokuro, die bei reduzierter Sonneneinstrahlung wachsen.
Die Farbe und Qualität von Sencha variiert, was sowohl von der Herkunft als auch von der Verarbeitung des Tees abhängt. Späte Ernten von Sencha haben eine adstringierendere Wirkung, stärkeren Geschmack und weniger Aroma.

SFTGFOP

SFTGFOP (Super Finest Tippy Golden Flowery Orange Pekoe) ist die hochwertigste Sortierung bei Tees. Diese Sorten enthalten ausschließlich große Blätter und Blüten mit gleichmäßigem Wuchs und viele goldene Blattspitzen.

Teein

Der in Grüntee und Schwarztee enthaltene, anregend wirkende Bestandteil Teein ähnelt in Zusammensetzung und Wirkungsweise dem Koffein, allerdings läuft der Teein-Abbau im Körper langsamer als beim Kaffee.

TGBOP

TGBOP (Tippy Golden Broken Orange Pekoe) steht für feinen gebrochenen Tee mit gleichmäßiger Blattsortierung und goldenen Blattspitzen.

Tulsi

Tulsi bedeutet im Sanskrit „die Unvergleichliche“. Es handelt sich um eine indische Basilikumart, die in der ayurvedischen Medizin in langer Tradition eingesetzt und von den Hindus als heiliges Kraut oder „Königin der Kräuter“ verehrt wird.
Tulsi werden viele Heilwirkungen nachgesagt, unter anderem soll sie entspannen und Stress abbauen, den Stoffwechsel anregen und das Immunsystem stärken. Obwohl Tulsi bereits im 16. Jahrhundert in Europa eingeführt wurde, handelt es sich bis heute eher um einen Geheimtipp, ähnlich wie Rooibusch-Tee aus Südafrika noch bis vor kurzem einer war.
Der Geschmack des reinen Tulsi-Tees von Lebensbaum ist erfrischend zitronig.

Weißer Tee

Weißer Tee ist ein lediglich zu zwei Prozent anfermentierter Tee. Diese Fermentation vollzieht sich während des Welkprozesses auf natürlichem Wege. Er wird oft als spezielle Sorte grünen Tees bezeichnet, was aber sachlich nicht korrekt ist, da es sich um eine eigenständige Herstellungsmethode handelt.
Die Blätter werden von Hand gepflückt und lüften dann für ca. 2–3 Stunden. Anschließend wird der Tee zum Welken für ca. 10–14 Stunden bei einer Luftfeuchtigkeit von rund 60 % und einer Umgebungstemperatur von 25–26 °C auf spezielle Matten gelagert. Die eigentliche Trocknung folgt in einem ersten (10–15 min bei einer Temperatur von 100–130 °C ) und zweiten Trocknungsgang (ca. 12 min bei einer Temperatur von 130 °C). Anschließend folgt die Sortierung per Hand, dann das Mischen und Verpacken.
Weißer Tee verdankt seinen Namen dem weißen, seidenartigen Flaum, der die jungen Teeknospen umschließt. Seine Qualität erreicht der weiße Tee vor allem durch die besondere Auswahl der Blätter: Nur die ungeöffneten Blattknospen des Teestrauchs werden für die besonders hochwertigen Sorten verwendet. Für die Herstellung eines Kilogramms weißen Tees werden ca. 30.000 handgepflückte Knospen benötigt.
Nicht zuletzt wegen des Polyphenolgehalts wird weißem Tee eine gesundheitsfördernde Wirkung zugesprochen. Diese sind hochwirksame Antioxidantien, die freie Radikale unschädlich machen und so das Immunsystem stärken. Die bekannteste und beliebteste Sorte des weißen Tees ist der großblättrige Pai Mu Tan, zu deutsch weiße Pfingstrose.


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